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Ernüchternde Anreise nach Panglao auf Bohol
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26.März 2010
Die Nacht von gestern auf heute verbrachte ich auf einer Schlaffähre der Cokaliong Lines. Die Ernüchterung folgte im Morgengrauen, kurz nach Sonnenaufgang, nachdem wir in den großen Hafen von Cebu eingelaufen sind. Die Fähre schleicht dort ca. 30 min in den Hafen. Es kommen einige Auslegerboote angerudert und kommen ganz längsseits. Bald ist klar was die wollen. Sie betteln nach Münzen, die Ihnen die Fahrgäste der Fähre ins Wasser schmeissen und die Kinder und der Vater und die Mutter und alle tauchen nach den schnell versinkenden Münzen.... und das alles dicht neben der riesigen Fähre.

Hab ich noch nie gesehen sowas, aber die extreme Armut dieser Menschen hier lässt viele in der Not erfinderisch werden. Wirkungsvoll laden sie auch ihre Kleinkinder, noch nicht dem Windelalter entsprungen ins Boot und springen dann, das Baby an Bord lassend, samt Kleidungs ins Wasser und ertauchen wirklich fast jede der 1 Peso Münzen die sehr schnell im Wasser versinken. Sie tauchen auf Teufel komm raus um 1 Peso Stücke, das sind umgerechnet 1,5 Cent.

Ein trauriges Schauspiel das ganze. Die Armut ist wirklich allgegenwärtig und dramatisch hier auf den Philippinen. Und daneben der Reichtum. Denn man sieht genügend fette, neue Geländewagen rumkurven, und zwischen den Bambushütten genügend Villen eingebettet.

In Cebu angekommen wandere ich sofort 3 Piers weiter, ca. 30 Min, bis ich beim Pier des SuperCat, der in 2h statt 5h nach Bohol, in die Hauptstadt Tagbilaran rast. Dort kontrollieren sie das Gepäck wieder besonders gründlich, sogar ein Drogensuchhund darf an meinen Sachen schnüffeln... fast hätte ich lachen müssen - oder vielleicht hätt ich mich auch rasieren sollen...

In Tagbilaran angekommen, fahre ich mit dem Jeepney nach Alona Beach. Wie es der Zufall haben will, ist gerade Schule aus und die ganze Schülerinnen, keine Ahnung warum nur Mädels, fahren, alle herausgeputzt in picobello Schuluniform, nach Hause bzw. steigen in das Jeepney ein. Und es wird jeder mitgenommen. Wirklich jeder und jede. Auch wenn du glaubst das Auto ist jetzt wirklich voll, passen noch genügend Kinder oder Fahrgäste auf die Motorhaube, auf den Kotschützer, aufs Dach sowieso, links und rechts vom Fahrer, Links und rechts vom Beifahrer. So absolut vollgestopft hab ich noch keine Fahrt erlebt hier wie heute...

Schulbus gibts natürlich keinen, und die Kinder müssen den gleichen Fahrpreis beim Aussteigen zahlen wie alle anderen auch! Den Wahnsinn machen die jeden Tag durch. Zahlen, zusammengequetscht werden, und alles bei ziemlich großer Hitze, und es ist noch nicht mal Regenzeit hier...

Die nächste Ernüchterung dann, als ich mir den Strand von Alona Beach ansehe: Eigentlich schöner weißer Sandstrand mit Palmen, aber das Meer, bzw. die Bucht, vollgeparkt mit Taucher- und Ausflugsbotten, einfach nur rammelvoll mit großen Auslegerbooten, dass man glauben könnte man ist in einem Hafen.

Tja, und dann das Resort, das ich telefonisch gebucht hatte, weils der Führer ganz nett beschrieben hat: Sie sind voll, sie hat sich im Tag geirrt - aber sie bietet sich sofort an, eine Ersatzunterkunft für mich zu finden. Das passiert dann auch und weil beide Zimmer keinerlei schöne Aussicht zu bieten haben, wars mir dann eigentlich auch schon wurscht.
Überhaupt haben alle leistbaren Resorts hier eine meist beschissene Aussicht, nähmlich entweder auf die Nachbarbungalows oder auf Mauern oder Zäune.

Irgendwie bin ich frustriert über dieses Land indem so krasse Armut allgegenwärtig ist und Reichtum in der Hand von ganz wenigen ist, die Bevölkerung explodiert und weil ich in 14 Tagen nicht ein einziges Bungalow gefunden habe, das eine schöne Aussicht aufs Meer gehabt hat. Was ich in Thailand in jeder Bucht finden konnte, nähmlich einfache Bungalows in schöner Lage, ist hier anscheinend absolut unmöglich. Und kein Strand, an dem du deine Ruhe haben kannst. Entweder sinds die Kinder, die Fischer, die Resorts, die den Strand sperren oder die Einheimischen, die den Strand besetzen oder die Verkäufer, die dir auf die Nervem gehen. Irgendetwas macht es dir hier immer unmöglich auch nur ein Stunde am Strand zu schlafen. Und es ist wie mit den Moskitos - erschlägst du eine, kommt sofort die nächste, die dich stechen will...

Ich höre zwar schon Stimmen die sagen: Recht geschieht ihm - muss er denn auch März in die Tropen fahren, wenn wir alle Arbeiten müssen... ;-)

Naja, was soll ich dem entgegenhalten. Ist auch egal. Jedenfalls ist dieses ansich so schöne Land hinten und vorne nicht so wie es sein sollte oder könnte... und das frustriert...

Soweit die Worte zum Sonntag. Ah, heute ist erst Freitag? Schade ;-)

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