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Resümee nach 30 Tagen Philippinen
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Vorab: Das folgende bezieht sich nur auf meine Individualreise in den Visayas, und nicht auf den Segelturn mit Wolfgang Hausner auf Taboo III!

Die Philippinen sind ein sehr schönes Land, die wenigen Teil die ich gesehen habe, haben mir landschaftlich gut gefallen, das Meer ist sauber, es gibt fast überall Riffe mit Korallen, man kann gut tauchen und schnorcheln. Die Filipinos sind wirklich sehr nette Leute, mit jedem Filipino kann man reden, fast alle verstehen etwas English, sie sind hilfsbereit und auch der lästige Sonnenbrillenverkäufer ist, wenn man mit ihm reden anfängt, ein netter freundlicher, lustiger Mensch, der leider aber nix hat und mit ganzer Kraft versucht seine Sonnenbrillen an dem Mann zu bringen.

Und genau da fängt das Problem auf den Philippinen an. Es ist nicht nur ein Sonnenbrillenverkäufer, nicht nur ein Taxifahrer, Trike-Fahrer, Bike-Fahrer, Tablettenverkäufer, T-Shirt-Verkäufer, Schmuck-Verkäufer... und und und... es sind Tausende. Die Philippinen erleben ein extrem großes Bölkerungswachstum, und wahrscheinlich ist das das Hauptproblem hier.

Viele Filipinos sind arm, sehr arm und haben zwar alle viele Kinder aber zu wenig zum Beissen. Es gibt zwar Tourismus hier, aber er spielt, ausser in manchen Regionen, eine eher untergeordnetet Rolle, wenn man das Verhältnis Touristen / Filipinos rechnet.

In jeden öffentlichen Bus, in jedes Jeepney in das ich eingestiegen bin, war ich der einzige Tourist, sogar wenn man in ein relativ bekanntes Touristen-Zentrum, wie z.b. Moalboal auf Cebu, oder nach Padre Burgos im Süden von Leyte, oder auch nach Panglao auf Bohol fährt.

Dazu kommt, dass ich das Gefühl habe, dass die Masse der Filipinos nicht vom Tourismus profitiert! Fast alle Resorts liegen in ausländischen Händen, viele gehören Ketten an, und viele wiederum gehören sehr reichen Filipinos.

Und das alles hat zur Folge, dass es sehr mühsam ist, für einen Touristen auf den Philippinen entspannte Tage zu verbringen. Außer man bucht in einem Resort, dass mit Stacheldraht und Mauern von der Umwelt abgeschirmt ist, und man setzt keinen Fuß in das wirkliche Leben hier auf den Philippinen. Aber in solchen abgeschirmten Resorts werde ich nie absteigen. Das interessiert mich einfach nicht.

Was hier extrem auffällig ist - und zwar in allen Ecken, auch vor z.b. Bäckereien oder einfachen Geschäften - überall stehen bewaffnete (teilweise mit automatischen Waffen) Sicherheitsleute, die aber weniger auf Bankräuber aus sind, sondern eher die wirkliche Armut und Bettler aussperren wollen...

Als Individualtourist, hat man es auf den Philippinen schwer: Überall wo du aussteigst, oder ankommst, wirst du von irgendjemanden belagert und gefragt, und belästigt. Alle wolle sie ein paar Pesos, und wenn es mal keine Touristenabzocker da sind, weil es keine Touristengegen ist, dann schreit jeder und vor allem jedes Kind Hallo, Hi, Hey, Hey Joe, ... zwar alle freundlich und sie meinen es eh nett alle, aber das ganze Theater ist einfach anstrengend, und nicht das, was man als Besucher haben will.

Und am Strand geht das Theater dann weiter: entweder quatschen dich Filipinos an, die was verkaufen oder dich mit auf Tour nehmen wollen, oder 100er Frauen die dir eine Massage verpassen wollen, und wenn es mal absolut keine Touristengegend ist, dann sind da sicher Fischer und die Kinder der Fischer, oder urlaubende Filipinos, für die du die Hauptattraktion bist. Ich konnte leider keinen Strand finden hier, wo ich auch nur eine Stunde in Ruhe liegen konnte: In Touristengegenden waren das die Verkäufer, in nicht Turi-Gegenden waren es die Kinder die zwar alle lieb und süß aber doch lästig waren.

Dass das Herumreisen auf den Philipinen mühsam, langsam, heiss und immer in vollgestopften Bussen erfolgt, wäre ja noch erträglich, bzw. ist manchmal, wennn man Zeit hat eh total lustig und abenteuerlich, aber in Summe ist es doch wieder ein Punkt, der mir die Philippinen als sehr mühsam erscheinen lässt.

Vor einem Jahr war ich auch für ein Monat in Thailand und wenn ich nun die beiden Länder vergleiche, dann muss ich sagen, dass ich mich in Thailand rundum wohlgefühlt habe, die Leute, der Buddhismus, der Tourismus, der Dschungel, die Natur, in Thailand war das alles harmonisch, bzw. hab ich es so empfunden.

Auf den Philippinen liegt leider vieles im Argen. Die Leute sind zwar wirklich nett, generel, aber nix passt hier zusammen, auch die Religion, die Philipinen sind ca. 90% röm. katholisch. - auch das passt hinten und vorne nicht in die Tropen... Die Armut, der Tourismus, der Reichtum, die übermäßige Anzahl an bewaffneten Sicherheitsleuten, etc..., alles das weist darauf hin, dass dieses Land weit von relativ harmonischen Zuständen entfernt liegt - milde ausdrückt.

Irgendwie tut es mir leid, dass die Philippinen also etwas mühsam in allen Bereichen sind, weil der einzelne Filipino sehr nett, freundlich, lustig und hilfsbereit ist, und die Landschaften und das Klima und das Meer und die Palmen wunderbar sind. Aber ich glaube das Grundübel ist die ungebremste Bevölkerungsexplosion hier, die die Armut und den Konkurrenzdruck aller vergrößert...

Tja, und dann, wenn du ausreisen willst, z.b. über Manila Flughafen, dann wollen sie ohne jede Vorwarnung kurz vor dem Boarding, also nach dem Einchecken nochmal alle Pesos die du noch im Sack hast: Sie nennen das Terminal Fee von 750.-Peso, und weil man normalerweise zu diesem Zeitpunkt alle Peso losgeworden ist, ist man auch noch gezwungen, den Betrag zu einem schlechten Wechselkurz in Euro zu zahlen.

Was wollen die Philippinen mir mit dieser Abschluss-Watschen sagen? Ich kanns nur so deuten: Hau bloss ab und komm nie mehr wieder... tja, wahrscheinlich wirds so sein...

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